Ein Panorama ist kein einzelner weitwinkliger Augenblick. Während du schwenkst, nimmt das Telefon verschiedene Teile der Umgebung nacheinander auf und verbindet sie. Eine Person kann deshalb an einer Naht doppelt erscheinen oder eine Welle in zwei unvereinbaren Formen. Für einen ruhigen Aussichtspunkt ist das Verfahren oft geeignet; für einen vorbeifahrenden Zug ist es deutlich schwieriger.
Den Schwenk vor der Aufnahme ausprobieren
Suche den Anfang und das Ende des Bildes, bevor du auslöst. Drehe den Oberkörper einmal durch den geplanten Bereich und prüfe, ob du ohne Umgreifen oder einen Schritt weiterkommst. Ein stabiler Stand hilft mehr als das hektische Nachführen des Pfeils. Halte das Telefon während des Schwenks möglichst am gleichen Ort, statt es in einem großen Bogen vor dir zu bewegen.
Nahe Geländer, Pfosten und Äste sind besonders empfindlich: Schon eine kleine Verschiebung verändert ihre Lage gegenüber dem fernen Hintergrund. Wenn möglich, gehe etwas von solchen Gegenständen weg oder wähle einen Ausschnitt ohne sie. Ein Panorama durch eng stehende Zaunstäbe ist selten die unkomplizierteste Lösung.
Langsam, aber ohne Stopps
Wähle den Panoramamodus und folge der eingeblendeten Richtung gleichmäßig. Beim iPhone lässt sich die Richtung über den Pfeil wechseln; ein senkrechtes Panorama ist ebenfalls möglich. Du musst nicht den gesamten erlaubten Schwenk ausnutzen. Beende die Aufnahme dort, wo die Bildaussage vollständig ist, statt noch einen belanglosen Parkplatz anzuhängen.
Stark wechselnde Helligkeit macht die Verbindung schwieriger. Ein Schwenk von dunklem Wald direkt in die Sonne kann sichtbare Übergänge ergeben. Suche einen günstigeren Zeitpunkt oder begrenze den Winkel. Bei Menschen im Bild warte nach Möglichkeit eine freie Lücke ab. Bitte stehende Personen, bis zum Ende ruhig zu bleiben, ohne daraus eine Garantie für fehlerfreie Übergänge abzuleiten.
Nähte vor dem großen Ausdruck kontrollieren
Öffne das fertige Bild und fahre vergrößert über Dachkanten, Laternen, Gesichter und den Horizont. Suche nach versetzten Linien und wiederholten Bildteilen. Am Aufnahmestandort lässt sich ein fehlerhaftes Panorama leichter wiederholen als später reparieren. Mache zusätzlich ein normales Foto des wichtigsten Bereichs.
Beim Begradigen und Beschneiden geht Höhe verloren. Lass deshalb oben und unten etwas Reserve. Für einen geplanten Druck prüfst du die verbleibenden Pixelmaße nach diesen Korrekturen; eine lange Datei ist nicht automatisch in jeder Druckhöhe ausreichend aufgelöst.



