Mit einer Maske lässt sich ein Gesicht aufhellen, ein Himmel abdunkeln oder eine einzelne Fläche farblich korrigieren. Die Auswahl allein entscheidet jedoch nicht über die Qualität. Eine präzise erkannte Person kann immer noch ausgeschnitten wirken, wenn sie viel heller als ihre Umgebung wird. Entscheidend sind sowohl der Verlauf der Maske als auch die Stärke der Veränderung.
Die Auswahl sichtbar machen
Blende die Maskenüberlagerung ein und kontrolliere, welche Flächen tatsächlich erfasst werden. Automatische Auswahlen können Haare, durchsichtige Stoffe oder Zwischenräume zwischen Ästen falsch behandeln. Ergänze oder entferne diese Stellen gezielt. Verlasse dich nicht nur auf den Namen „Motiv“ oder „Himmel“.
Eine weiche Pinselspitze erzeugt einen allmählichen Rand. Ein geringerer Fluss ermöglicht es, den Effekt mit mehreren Strichen aufzubauen. Diese Einstellungen lösen unterschiedliche Aufgaben: Ein großer weicher Rand ist nicht dasselbe wie eine überall schwächere Maske. Vergleiche ihre Wirkung an einer einfachen Fläche, bevor du eine schwierige Kontur bearbeitest.
Lichtverläufe statt Aufkleber erzeugen
Bei einem Gesicht kann eine breite, zurückhaltende Aufhellung natürlicher wirken als eine sehr helle, exakt begrenzte Auswahl. Beziehe gegebenenfalls Hals und angrenzende Kleidung ein, wenn sie im gleichen Licht liegen. Gleichzeitig soll der dunkle Hintergrund nicht als leuchtender Rand mit angehoben werden.
Für einen Himmel ist ein Verlauf nicht immer ausreichend. Ragt ein Gebäude hinein, würde es ebenfalls dunkler. Kombiniere die räumliche Auswahl mit einer geeigneten Bereichsbegrenzung, sofern das Programm dies erlaubt. Kontrolliere die Dächer anschließend ohne Überlagerung. Ein schmaler heller Saum kann im Maskenmodus leicht übersehen werden.
Ein helles Fenster hinter einer Person
Bei einem Innenporträt soll das Fenster etwas dunkler werden, ohne den Kopf davor zu verändern. Eine grobe rechteckige Maske erfasst jedoch auch Haare und Schultern. Eine automatische Fensterauswahl kann wiederum einzelne Lücken zwischen Haarsträhnen übersehen. Beginne mit der einfachsten geeigneten Auswahl und kontrolliere die kritischen Übergänge bei mäßiger Vergrößerung.
Reduziere zunächst die Helligkeit nur wenig. Eine stark abgedunkelte Fensterfläche hinter weiterhin hellen Zwischenräumen im Haar erzeugt sofort einen leuchtenden Rand. Manchmal ist es besser, den Helligkeitsunterschied teilweise bestehen zu lassen, als jede Haarlücke mit einer komplizierten Maske zu verfolgen. Die Aufnahme darf noch erkennen lassen, dass hinter der Person ein heller Lichtbereich lag.
Prüfe anschließend die weichen Reflexe an Schultern und Wangen. Wenn du das Fenster fast schwarz machst, während diese Reflexe hell bleiben, verliert die Beleuchtung ihren Zusammenhang. Eine lokale Korrektur sollte den vorhandenen Lichtverlauf unterstützen. Sie muss nicht alle Flächen auf dieselbe Helligkeit bringen.
Lege die Fensterkorrektur und eine mögliche Gesichtsaufhellung als getrennte Masken an. Dadurch kannst du ihre Wechselwirkung beurteilen und eine davon reduzieren, ohne die andere neu zu zeichnen. Benenne beide verständlich und prüfe nach einem späteren Beschnitt, ob sie noch am richtigen Ort liegen.
Zwei Betrachtungsgrößen verwenden
Vergrößert erkennst du ausgefranste Kanten und kleine Lücken. In der Gesamtansicht erkennst du dagegen, ob die Beleuchtung noch plausibel wirkt. Wechsle zwischen beiden Ansichten. Eine pixelgenau saubere Auswahl kann als Ganzes trotzdem eine unnatürliche helle Insel bilden.
Schalte die Korrektur kurz ab. Wenn das Motiv vorher verständlicher in der Szene stand, reduziere die Stärke. Benenne mehrere Masken nach ihrer Aufgabe, etwa „Gesicht leicht heller“ oder „Fensterfarbe“, damit spätere Änderungen nachvollziehbar bleiben. Bewahre das Original und die veränderbaren Masken, statt nur eine flache Enddatei zu behalten.
